Einzelimporte nach § 73.3 AMG
Wann lohnt sich ein Einzelimport wirklich? Eine Entscheidungshilfe für die Praxis
Lieferengpässe gehören inzwischen zum Alltag – und der Einzelimport ist oft schnell im Raum.
Die eigentliche Frage ist jedoch nicht immer: „Können wir importieren?“ sondern häufig: „Müssen wir importieren – und wenn ja, wie effizient?“
Denn so wertvoll der Einzelimport für die Versorgung ist – er ist kein Standardprozess, sondern eine bewusste Entscheidung für mehr Kundenorientierung.
Wichtig vorab: Wir unterstützen Apotheken dabei, Einzelimporte effizient und sicher umzusetzen – insbesondere dann, wenn sie schnell und zuverlässig benötigt werden.
Pflichtfall vs. Entscheidung: Ein entscheidender Unterschied
In der Praxis gibt es zwei grundlegend unterschiedliche Situationen.
Im klassischen Entscheidungsfall ist ein Arzneimittel nicht verfügbar, Alternativen werden geprüft und der Import ist eine Option unter mehreren. Hier entscheidet die Apotheke aktiv, ob ein Einzelimport sinnvoll ist.
Daneben gibt es jedoch den Pflichtfall: Liegt eine ärztliche Verordnung konkret für einen Einzelimport vor, besteht faktisch kein Entscheidungsspielraum mehr. Der Import muss beliefert werden. Die eigentliche Herausforderung verschiebt sich damit – weg von der Frage „ob“ hin zu „wie schnell und zuverlässig“ die Umsetzung gelingt.
Warum der Einzelimport im Pflichtfall besonders anspruchsvoll ist
Gerade die Pflichtfälle sind im Alltag besonders sensibel. Es besteht häufig Zeitdruck, gleichzeitig ist die Erwartungshaltung von Arzt und Patient hoch – und dennoch müssen alle formalen Anforderungen eingehalten werden.
Hier zeigt sich sehr schnell, ob Prozesse in der Apotheke stabil aufgestellt sind oder ob der Einzelimport durch Unsicherheit zusätzlichen Stress erzeugt.
Wann sich ein Einzelimport wirklich lohnt
Im Entscheidungsfall hängt die Sinnhaftigkeit von mehreren Faktoren ab, die immer im Zusammenspiel betrachtet werden sollten.
Zunächst stellt sich die Frage nach verfügbaren Alternativen. Gibt es eine therapeutisch gleichwertige Option im Inland, ist ein Import oft weder notwendig noch wirtschaftlich sinnvoll. Fehlt eine solche Alternative, gewinnt der Einzelimport deutlich an Bedeutung und mausert sich bei zunehmenden und anhaltenden Lieferengpässen mehr und mehr zum Königsweg.
Als Kriterium ebenso relevant ist die Dringlichkeit der Versorgung. Während akute Situationen häufig eine schnelle Beschaffung erfordern, lässt sich bei planbaren Therapien eher prüfen, ob andere Lösungen infrage kommen.
Ein weiterer Aspekt ist die Wirtschaftlichkeit. Einzelimporte bedeuten immer ein wenig zusätzlichen organisatorischen Aufwand – sowohl bei der Beschaffung als auch in der Dokumentation. Dieser Aufwand sollte in einem sinnvollen Verhältnis zum Nutzen stehen, wird für Apotheken aber durch den Service von Pharmazeutika zum Kinderspiel.
Schließlich spielt die Prozesssicherheit eine zentrale Rolle. Entscheidend ist, ob der Import strukturiert, zuverlässig und ohne größere Reibungsverluste umgesetzt werden kann.
Der entscheidende Hebel: Der richtige Partner
In der Praxis zeigt sich schnell: Nicht die grundsätzliche Möglichkeit eines Imports ist ausschlaggebend, sondern dessen Umsetzung.
Ein Einzelimport wird vor allem dann zu einer sinnvollen Lösung, wenn die Beschaffung schnell und zuverlässig erfolgt, die notwendigen Nachweise bereitgestellt werden und der zusätzliche Aufwand in der Apotheke möglichst gering bleibt.
Gerade im Pflichtfall ist das entscheidend. Hier gibt es keine Alternative – der Import muss erfolgen. Umso wichtiger ist es, dass er effizient abgewickelt werden kann.
Oder anders gesagt: Ob sich ein Einzelimport lohnt, entscheidet sich weniger an der Notwendigkeit – sondern am Aufwand in der Umsetzung und der ist für Kunden von Pharmazeutika sehr gering.
Wann Zurückhaltung sinnvoll ist
Im Entscheidungsfall lohnt es sich, genauer hinzusehen. Wenn eine geeignete Alternative verfügbar ist oder die Versorgung nicht zeitkritisch ist, dann muss kein Import genutzt werden.
Nicht jeder Lieferengpass braucht automatisch einen Import – aber jeder Pflichtfall braucht eine gute Lösung und viele Patienten möchten auch nicht auf ihre Medikamente warten. Erst recht nicht ohne zu wissen, wann diese wieder verfügbar sind.
Fazit: Einzelimport lohnt sich, wenn der Prozess stimmt – und der Partner.
Der Einzelimport ist ein wichtiges Instrument – und mit Pharmazeutika beinahe ein Selbstläufer.
Im Entscheidungsfall kommt es auf eine saubere Abwägung an. Im Pflichtfall hingegen steht die effiziente Umsetzung im Vordergrund.
Die entscheidende Erkenntnis: Ein strukturierter Prozess und ein zuverlässiger Partner bestimmen, ob der Einzelimport zur Belastung wird – oder zu einer funktionierenden und verlässlichen Lösung im Apotheken-Alltag.
Mit uns setzen Sie schnell und mit minimalstem Aufwand den gesamten Prozess um. Wir unterstützen Sie dabei, Versorgung sicherzustellen, ohne Ihr Team zusätzlich zu belasten.